Hafer
Scorpion: Neue Hafersorte mit sehr guter Standfestigkeit und hohem Hektolitergewicht. Die Sorte reift etwas später ab Die Sorte ist beim Hektolitergewicht und der Sortierung beim Bundessortenamt sehr hoch eingestuft.Aragon: Aragon ist ein relativ früher Hafer mit guter Kornqualität bei mittlerer Gesundheit. Die Standfestigkeit ist gut, das Ertragsniveau mittlerweile nur noch durchschnittlich.
Max: Ertragsstarker Gelbhafer mit kurzem Wuchs und hohem Hektolitergewicht Die Sorte reift früh ab und hat eine gute Schälhafereignung.
Stickstoff: Der Hafer benötigt im zeitigen Frühjahr ca. 90 kg/ha Stickstoff einschließlich N-min. Dieser Wert muss nur bei besonders hoher Ertragserwartung und wüchsigen Sorten auf maximal 110 kg N/ha nach oben korrigiert werden. Bei einem angestrebten Ertragsniveau von rund 50 dt/ha ist bei einem N-min-Gehalt von etwa 50 kg N/ha eine Düngung von etwa 40 kg/ha Rein-Stickstoff erforderlich und wird in einer Gabe zur Saat gegeben. Bei Erträgen von rund 60 dt/ha werden rund 50 - 65 kg N/ha benötigt, die nur auf auswaschungsgefährdeten Standorten geteilt werden müssen. Eine Stickstoffspätdüngung von 30-40 kg N/ha im Schossen lohnt der Hafer nur bei hohem Ertragsniveau (ab ca. 70 dt/ha Ertragserwartung) und guten Anbaubedingungen. Voraussetzung sind ausreichende, gut verteilte Sommerniederschläge. Andernfalls kann es sehr leicht zu erheblichem Zwiewuchs kommen, besonders wenn gleichzeitig eine Wachstumsregleranwendung notwendig geworden ist. Wenn mit Vorsommertrockenheit zu rechnen ist, sollte auf eine Spätdüngung generell verzichtet werden:
Grunddüngung: Soll je nach Bodenvorrat und Düngeempfehlung erfolgen und kann normalerweise im Rahmen der Fruchtfolge durchgeführt werden. Eine mittlere Haferernte von 50 dt Kornertrag/ha entzieht bei Strohabfuhr dem Boden etwa 55 kg P205 und 130 kg K20 pro Hektar. Der Hafer weist im Verhältnis zu Weizen, Gerste und Triticale etwas höheren Kali- Entzug auf und liegt etwa auf dem Niveau von Roggen.
